
| Galaxy Theatre, Santa Ana / Usa 2003 Was im Jahr 2000 als eine Riesen-Geburtstagsparty für Yamahas Drum-Guru Takashi Hagiwara erstmalig veranstaltet wurde, hat sich mittlerweile als feste Institution etabliert und ist der Drum-Event der NAMM-Show schlechthin. Schon bei der ersten Groove Night", die 2000 in den S.I.R.-Studios in Hollywood stattfand, überraschte man mit einem besonderen Konzept, das den Begriff Groove Night" manifestierte: 20 Top-Endorser von Yamaha-Drums darunter z.B. Steve Gadd, John JR Robinson, Dave Weckl, Peter Erskine, Alex Acuna, Gerry Brown, Rick und Jerry Marotta spielten jeder jeweils einen Song mit einer hochklassig besetzten House-Band" unter der Leitung des LA-Studio-Bassisten Neil Stubenhaus: Songs, Grooves no solos, please. Begleitet von MC Rick" (Marotta) und seinem unvergleichlich trockenen Humor erwies sich das Groove Night"-Konzept als echter Party-Knüller. 2001 zog man auf Grund des immens hohen Publikumszuspruchs in das Galaxy"-Theatre in Santa Ana, in dem seitdem die Yamaha Groove Night" jedes Jahr vor stets übervollem Haus stattfindet. Das Yamaha USA Drum-Team um Marketing Manager Jerry Andreas und International Artist Relations Manager Joe Testa (beide übrigens selbst nicht ganz untalentierte Drummer!) sorgte in jedem Jahr nicht nur für den reibungslosen Ablauf der Events, sondern vermochte es durch die Programmgestaltung und die Auswahl der teilnehmenden Drummer, dem begeisterten Publikum so manche magischen musikalischen Momente zu bieten. Für die Groove Night 4" hatte man sich etwas Neues einfallen lassen und zu den bekannten amerikanischen Drummern einige internationale Drummer der großen Yamaha-Familie eingeladen: Christian Meyer aus Italien, Ian Thomas aus Großbritannien, Soul Toul aus Japan, Erik Smith aus Norwegen und Wolfgang Haffner aus Deutschland guter Groove kennt eben keine Grenzen. Neben den Groove Night Alumni" Rick Marotta (der natürlich auch wieder als MC bzw. Stand-up-Comedian in residence fungierte), Gerry Brown, David Garibaldi, Jamie Oldaker, John Robinson, Dave Weckl und Chris Parker waren erstmals Michael Baker, JD Blair, Michael Bland, Tom Brechtlein, Charley Drayton, Ralph Humphrey, Prairie Prince, Ahmir ?uestlove Thompson und Vince Wilburn Jr. dabei. Die gewohnt brillant aufspielende Band um Bassist Neil Stubenhaus wurde mit Percussionist Ralph McDonald und Gaststar Will Lee (Bass und Gesang) verstärkt. Geboten wurden auch bei der Groove Night 4" wieder zwei lange Sets von Song-Klassikern, die für die richtige Party-Laune sorgten. Mehr als achtbar waren die Darbietungen von Christian Meyer, Soul Toul und Ian Thomas, die dafür sorgten, das sich die amerikanischen Kollegen Michael Baker, Vince Wilburn Jr., JD Blair und Michael Bland richtig ins Zeug legen mussten, um den hohen Standard zu halten. Sehr überzeugend und wie gewohnt musikalisch geschmackvoll bot Wolfgang Haffner eine fantastisch groovende Version von Fantasy" (Earth, Wind & Fire), gefolgt von einem sehr lockerem und authentisch klingenden Charley Drayton mit einem Medley von Jr. Walker Songs, beide unterstützt vom eindrucksvollen Bass-Spiel von Gaststar Will Lee. Erik Smith eröffnete das zweite Set mit einer fulminanten Version des Songs Got To Get U" von Maceo Parker und machte sofort klar, dass man die im ersten Set aufgebaute Spannung halten konnte. In diesem Zusammenhang von Highlights zu sprechen ist eigentlich müßig, denn nahezu jeder Song bzw. jeder Drummer war ein Highlight für sich. So z. B. ein hervorragend groovender Dave Weckl (immer wieder schön, ihn einmal in einem Pop-Song-Kontext zu hören, warum macht der das nicht öfter?), die von Ahmir ?uestlove Thompson außergewöhnlich gefühlvoll und intim gespielte Ballade Smile", das Powerhouse"-Drumming von Prairie Prince und Jamie Oldaker (der mal wieder zeigte, wie man Cocaine" wirklich groovend spielt), die Finesse von David Garibaldi und der unnachahmliche JR Robinson mit dem Rufus-Klassiker You Got The Love". Konnte man das noch toppen? Was das Drumming angeht wohl kaum, musikalisch allerdings legte man noch etwas zu, als Gaststar Michael McDonald die Bühne betrat und mit Rick Marotta an den Drums eine swingende Version von 6345789" lieferte. Mike McDonald gefiel es so gut, dass er gleich auf der Bühne blieb und sich in die Sänger-Riege der Haus-Band integrierte. Der Schluss-Spurt begann dann mit Chris Parker mit einer cool groovenden Version von Midnight Hour", gefolgt vom Drum-Duo Chris & Rick, die regelrecht zu einer einzigen und einzigartigen Rhythm-Machine verschmolzen, bevor dann alle beteiligten Drummer zum Finale, dem Meters-Klassiker Hey Pocky Way", die Bühne betraten und sich an den vier Drumsets abwechselten. So ging mit einem fulminanten Drum-Feuerwerk die Groove Night 4" zuende, die sicherlich allen Beteiligten in ebenso guter Erinnerung bleiben wird, wie schon die vorherigen Nächte des guten Groove". Bleibt nur zu hoffen, dass endlich einmal ein Video bzw. eine DVD der Groove Nights" veröffentlicht wird, so dass auch diejenigen Drummer und Schlagzeug-Enthusiasten, die nicht zur NAMM-Show in LA anreisen, zumindest zu Hause an diesem wirklich legendären Event teilhaben können. Report: Axel Mikolajczak | Fotos: Dennis Boxem groove night 4 Die Drummer:
Die Band:
Den vollständigen Report lesen Sie in STICKS 05.2003; erhältlich ab dem 25. 04. 2003 im Zeitschriftenhandel und in guten Musikfachgeschäften. |
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