
| Die teutonische Bass-Legende Hellmut Hattler,
seit Jahrzehnten emsig on the road, sagt über seinen Schlagzeuger Oli Rubow: Ich
finde Oli toll, weil er für mich die rhythmische Verkörperung der Neuzeit ist. Er groovt
wie der Teufel und bringt dadurch den archaischen Aspekt mit ein, und er hat das abstrakte Denken, das ihm erlaubt, mit Clicks intuitiv zu einem Song zu spielen, ohne dass dabei die Dynamik und der musikalische Ausdruck darunter leiden würden. Oli ist für mich ein Phänomen, denn früher zu Zeiten von Tab Two habe ich immer angenommen, dass man zu dieser Art Musik nicht mit einem Live-Drummer arbeiten kann, weil ich davon ausging, dass dies dann ein unwürdiger Sklaven-Job für den Trommler sein würde. Oli hat mich eines Besseren belehrt, denn er kann es einfach!" Dem ist eigentlich
nichts mehr hinzuzufügen, doch hat Bruno Kassel beim STICKS-Interview Interview und Fotos: Bruno Kassel
Oli, in deiner Biografie ist zu lesen, dass du das erste Drumset im Alter von zehn Jahren bekommen hast, und dass du dich bereits damals für Jazz und Fusion interessiert hast. Ist das nicht verwunderlich, dass sich ein Zehnjähriger statt mit Popmusik mit Jazz und Fusion befasst? Den Auslöser dafür hat wahrscheinlich die Plattensammlung meiner Eltern gegeben, in welcher ich eine Platte von Volker Kriegel gefunden habe, die mir unglaublich gut gefallen hat. Außerdem war die Band, mit der ich dann als Zwölfjähriger gespielt habe, eine Fusion-Band. Die Jungs waren alle älter als ich, und weil ich natürlich riesig stolz war, überhaupt in einer Band zu spielen, habe ich halt mit denen zusammen Fusion gemacht. Insofern ist bei mir der Einstieg ins Bandleben mit Fusion und Jazz abgelaufen. Ich habe mir damals überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, ob das nun schwere Kost ist oder nicht. Mir war absolut nicht bewusst, ob das nun kompliziert ist oder nicht, ich habe einfach mit den Jungs zusammen geprobt, und plötzlich war ich in dem Sound und in dieser Musik drin ... ... dann bekam ich eines Tages das Angebot, mit
dem Stuttgarter Keyboarder Lillo Scrimali und dem Bassisten Rolf Kersting zusammen für
Bürger Lars Dietrich zu spielen. Das war dann im Grunde meine erste große Pop-Band, mit
der ich gearbeitet habe. Wir haben damals mitten in einer Festival-Saison angefangen, und
dadurch habe ich dann irgendwie Blut Das hat aber jetzt noch nichts zu tun mit deinem zweiten Ich, deinem alter ego namens Rubeau ... ... nein, das hat damit nichts zu tun, denn bei
dem französisch gesprochenen bzw. geschriebenen Olivier Rubeau handelt es sich um ein
ganz aktuelles Projekt von mir. Mein Haupt-Alltag besteht mehr oder weniger aus dieser
eben erwähnten Band, mit der ich jetzt seit etwa fünf Jahren auch den österreichischen
Sänger Marque begleite, der ja auch hier in Deutschland schon mit One To Make Her
Happy" einen Top-10-Hit hatte. Genau wie auch Prince spielt dieser Typ auf seinen
Platten fast alle Im Laufe der Zeit sind wir halt in diese Ecke gerutscht, dass wir Musik, die normalerweise programmiert wird, entsprechend live umsetzen. Bei Bürger Lars Dietrich waren die Vorlagen ja auch alle programmiert, und dann haben wir uns bemüht, eine gute Form zu finden, dessen Sachen auch live präsentieren zu können ... Auswahl-Discografie Seelow Number One (1998) e-mail: Oli@OliRubow.de internet:
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Das vollständige Interview lesen Sie in STICKS 06.2003; erhältlich ab dem 30. 05. im Zeitschriftenhandel und Musikfachgeschäften.
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