
| Der Groove des Monats stammt dieses Mal von
einem Drummer, der durch sein musikalisches Schlagzeugspiel, seine Präzision und seinen
geschmackvollen Approach auch in spieltechnischer Hinsicht auf einer
Vielzahl internationaler Produktionen wie u.a. Mike & The Mechanics, Paul Young, Paul
Carrack, Van Morrison, Ezio und vielen anderen mehr zu hören ist. Eine herausragende
Arbeit lieferte Peter van Hooke bei der Zusammenarbeit mit Tanita Tikaram zu ihrem Album
Ancient Heart" (WEA 243877-2), das er auch coproduzierte. Obwohl diese Platte
der Singer/SongwriterIn mit der smokey" Stimme bereits 1988 erschien, hat
insbesondere die Single Twist In My Sobriety" nichts von ihrer charmanten
Ausstrahlung verloren und platziert sich auch heute noch 15 Jahre später!
bestens in die Riege der aktuellen Sounds und Songs, was z. B. regelmäßige SWR3- und
WDR2-Einsätze belegen. Twist In My Sobriety" ist ein außergewöhnliches
Stück Musik, nicht weil der Titel vielleicht zum Dancefloor-Knaller avancierte, sondern
weil fantasievolle Stimmung innerhalb des seidig gewebten Arrangements zum Langzeiteffekt
führte und damit diesen Song unangefochten interessant und aktuell hält. Aktuell ist nach wie vor auch das beeindruckende
Schlagzeugspiel Peter van Hookes, der hier eine hochsensible Drum-Ästhetik zeigt, seine
Liebe zum Detail in den Vordergrund stellt und damit einen Riesenanteil am Erfolg des
Songs auf seinem Konto verbuchen kann. Hier ist wirklich kein gewöhnlicher
Drum-Groove" zu hören, sondern eine feinfühlige Komposition aus einzelnen Hi-Hat-
und Rhythmische Grundlage von Twist In My
Sobriety" ist eine durchgehende Drum-Figur, die möglicherweise als Basic-Track von
Peter eingespielt wurde, zu der er sich selber dann overdubte. Diese Drum-Guide-Spur setzt
sich aus einer weich klingenden Four on the Bis zum Refrain des Songs sind Peters zu seiner Human-Touch Sequenz" gespielten Drums dann detailliert ausnotiert, um den Verlauf und die Struktur seines Feels einmal herauszuarbeiten. Das Schlagzeug fügt sich sehr spielerisch in den Song ein. Die feinfühlige Verspieltheit aus soften Cymbals, Cymbal-Cups und enorm laid back gespielten Toms/Snaredrum-Beats setzt sich im gesamten Song fort. Als Herausforderung bietet sich hier die Möglichkeit, den Basic Track mit den Overdubs in der Form zu verschmelzen, dass daraus ein individuell entwickeltes Drum-Groove-Pattern entsteht. Nutzt man den CD-Titel als Play Along, dann fällt sicher auch die etwas ungewöhnliche Form des Songs auf, denn schon ab Takt 13 wird das Vierer-Päckchen"-Taktmuster etwas aufgebrochen. Und auch hiermit hat Peter van Hooke einen luftigen und musikalisch spannungsreichen Bogen gefunden, um diese kleine Extravaganz" zu unterstützen. Viel Spaß dabei! tom schäfer Fragen, Anregungen und Kritik bitte per E-Mail an tom.percussion@t-online.de oder redaktion@sticks.de, per Post an Redaktion STICKS, z. Hd. Tom Schäfer, An der Wachsfabrik 8, D-50996 Köln.
Das vollständigen Workshop lesen Sie in STICKS 05.2003; erhältlich ab dem 25. 04. im Zeitschriftenhandel und in guten Musikfachgeschäften. |
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