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Josh Freese kann sich nicht beklagen. Im zarten Alter von 11 Jahren war er Geheimtipp, mit 15 Jahren stieg er als professioneller Schlagzeuger ins Musikgeschäft ein und hat seitdem die Sticks nicht mehr aus den Händen gelegt. Wo viele seiner Trommlerkollegen über ausbleibende Studiojobs stöhnen, kann sich der inzwischen 30-jährige vor Aufträgen kaum retten.

Zur langen Liste seines Klientels gehören Ricky Lee Jones, Indigo Girls, Stevie Nicks, Meredith Brooks, John Fogerty, Suicidal Tendencies, Chris Cornell, Guns N’ Roses, Devo, Paul Westerberg (The Replacements) Juliana Hatfield, Dweezil Zappa und, und, und ... Kaum einer weiß, dass Josh auch auf den megaerfolgreichen Alben von Avril Lavigne, Puddle of Mudd oder Staind getrommelt hat, und er selbst hört das komplette Endergebnis seiner Arbeit oft erst im Radio.

Josh Freese ist tatsächlich „ready“ wie ein Titel auf seinem Solo-Album bezeugt, das er vor einiger Zeit im „Fast-Alleingang“ herausgebracht hat. „The Notorious One Man Orgy“ (zu beziehen über www.joshfreese.com) ist eine bizarr-amüsante Mischung aus Pop, Punk, Rock und New Wave, gelegentlich unterbrochen von lustigen Anrufbeantworterbotschaften abgedrehter Fans und Freundinnen.
Anlehnungen an Bands wie The Vandals und Devo, mit denen Josh gearbeitet, hat sind
dabei nicht zu überhören.

Neben dem Schlagzeug bedient er ebenfalls in höchst überzeugender Weise Gitarre, Keyboards und Gesang. Natürlich gab es trotzdem noch einige Unterstützung von Musikerkollegen wie Stone Gossard (Pearl Jam), Warren Fitzgerald (Vandals), Billy Howerdel (A Perfect Circle) und Mike Ward (Wallflowers), was die Gitarrensoli anbelangt (tja Leute und es ist tatsaechlich sein Vater, der Tuba-Virtuose Stan Freese, der da in Leopardenjacke und Cowboystiefeln die Rückseite des Albums ziert).

Das folgende Gespräch mit Josh Freese fand während der Proben zur bevorstehenden Perfect Circle Tour statt. Er, der sich ansonsten auf keine Band festzulegen scheint, ist seit drei Jahren festes Mitglied dieser Rock-Band um Billy Howerdel und den charismatischen Sänger Maynard James Keenan. „Mers des Noms“, das Debütalbum der Band, erzielte in den USA den höchsten Chart-Einstieg einer Newcomer-Band und brachte es in kürzester Zeit zu Platin-Verkäufen.

Seit der letzten Tour im Jahre 2000 gab es in der Band einige Umbesetzungen. Bassist Jeordie White a.k.a. Twiggy Ramirez (Marilyn Manson) ersetzte Paz Lenchantin, die inzwischen bei Zwan die Seiten zupft. Ex-Smashing Pumpkins-Gitarrist James Iha ist erst ganz frisch dazugestoßen und hatte ca. 10 Tage, um sich das gesamte Material raufzuschaffen.

Einen Tag vor Tourbeginn spielte A Perfect Circle ein Show-Case für geladene Gäste der Musikikindustrie, bevor die Band zur Tour aufbrach, um ihr mit Spannung erwartetes zweites Album „Thirteenth Step“ vorzustellen.

Das Interview lesen Sie in STICKS 11.2003, erhältlich ab dem 31. 10. im Zeitschriftenhandel und in Musikfachgeschäften.

 

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